EINSÄTZE 2025

Die Freiwilligen Feuerwehren Kallham und Neumarkt im Hausruckkreis wurden am 21. August um 00:35 Uhr zu einer Personenrettung mit dem Alarmstichwort „Person unter Fahrzeug“ alarmiert. Am Einsatzort stellte sich heraus, dass ein Lenker die Kontrolle über sein elektrisch betriebenes Lastendreirad verloren hatte. Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf dem Verunfallten zum Liegen, wodurch dieser unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Die ersteintreffenden Kräfte befreiten den Lenker und übernahmen die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Roten Kreuzes. Nachdem die verletzte Person durch den Rettungsdienst versorgt und die polizeiliche Unfallaufnahme abgeschlossen war, entfernte die Freiwillige Feuerwehr Neumarkt im Hausruckkreis das Unfallfahrzeug von der Einsatzstelle, reinigte die Fahrbahn und stellte die Verkehrsfreigabe sicher. Während des Einsatzes war die B137 nur einspurig befahrbar. Der Einsatz konnte um 02:00 Uhr beendet werden.

Die Feuerwehr Neumarkt wurde um 10:56 Uhr zu einem überfluteten Keller alarmiert. Die Eigentümerin war gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt und stellte fest, dass ihr Keller durch den Starkregen in der Samstagnacht überflutet worden war. Die Einsatzkräfte pumpten den Keller aus und entfernten das restliche Wasser mithilfe von zwei Nasssaugern. Der Einsatz konnte um 12:59 Uhr beendet werden.

Am Sonntagabend um 17:03 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Neumarkt im Hausruckkreis erneut zu einem Einsatz alarmiert. Eine Windböe hatte einen morschen Baum zu Fall gebracht, der auf eine Brücke in der Dragonerstraße stürzte und die Fahrbahn blockierte. Der Baum konnte mithilfe von Motorsäge und Seilwinde rasch entfernt werden. Während der Arbeiten blieb die Dragonerstraße gesperrt. Bereits um 18:09 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Am Samstagabend zog eine intensive Gewitterzelle über Neumarkt im Hausruckkreis und entlud sich für rund eine Stunde mit außergewöhnlicher Heftigkeit. Innerhalb kürzester Zeit fielen stellenweise bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Die enormen Niederschlagsmengen führten zu zahlreichen Überflutungen und forderten einen großangelegten Einsatz der Feuerwehr. Zur Koordination der Schadenslagen wurde im Feuerwehrhaus eine Einsatzleitung eingerichtet. Einsatzleiter HBI Sebastian Muska übernahm mit dem Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) die Funktion des Sichters: Jede neu eingehende Einsatzadresse wurde umgehend angefahren, die Lage vor Ort beurteilt und die Dringlichkeit festgelegt. Auf dieser Basis erfolgte die Priorisierung und Abarbeitung der Einsätze. Auch Bürgermeister Herbert Ollinger begab sich ins Feuerwehrhaus und begleitete den Kommandanten zu mehreren Einsatzstellen. Vor Ort verschaffte er sich ein persönliches Bild der Lage und zeigte den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern seine Unterstützung. Besonders angespannt entwickelte sich die Situation am Ziehbach. Durch die massiven Regenfälle stieg der Wasserstand in kurzer Zeit gefährlich an, sodass ein Übertritt unmittelbar bevorzustehen schien. Ein solcher Vorfall hätte die Überflutung einer gesamten Siedlung sowie von drei Wohnblöcken zur Folge gehabt. Kommandant und Bürgermeister bereiteten sich gemeinsam auf dieses Szenario vor und erarbeiteten einen Einsatzplan für den Ernstfall. Glücklicherweise kam es schließlich nicht zum Übertritt. Darüber hinaus sorgten die Wassermassen vom Kalvarienberg für weitere Probleme. Sämtliches Oberflächenwasser floss die Kalvarienbergstraße hinab, wobei die Schotterstraße derart ausgespült wurde, dass sie bis auf Weiteres gesperrt bleiben muss. Die Wassermassen setzten ihren Weg in Richtung Schulstraße fort und sammelten sich schließlich in der Unterführung, die überflutet wurde und infolge dessen ebenfalls gesperrt werden musste. Insgesamt mussten 17 Einsätze abgearbeitet werden: - fünf überflutete Keller in der Wurmsiedlung - neun überflutete Keller in der Ziehbachstraße - eine überflutete Unterführung - zwei Murenabgänge Die Einsatzkräfte standen von 21:49 Uhr bis 02:55 Uhr des Folgetages im Dauereinsatz. Mit MTF, GLF-B, TLF, LF und Stapler waren insgesamt 29 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt im Einsatz. Neben dem Auspumpen von Kellern, dem Freihalten von Verkehrswegen und dem Beseitigen von Schäden wurden mit dem Stapler Sandsäcke aus dem Katastrophenschutzlager zu den betroffenen Bereichen gebracht und dort zur Sicherung ausgelegt. Die Freiwillige Feuerwehr Neumarkt bedankt sich herzlich bei den hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern, die die Einsatzkräfte tatkräftig unterstützt haben.

Nächtliche Suchaktion in Güttling Am späten Abend des 11. August wurden die Freiwilligen Feuerwehren Adenbruck, Altschwendt, Krena, Riedau, Sankt Willibald, Zell an der Pram und Neumarkt im Hausruckkreis zur Unterstützung der Feuerwehren des Pflichtbereichs Kallham bei einer Personensuche alarmiert. Während Straßen und Wiesen mit zwei Feuerwehrdrohnen sowie einer Drohne des örtlichen Jägervereins mit Wärmebildkameras abgesucht wurden, durchkämmten Einsatzkräfte zu Fuß die umliegenden Waldstücke. Zusätzlich standen Polizei, Rotes Kreuz sowie die Österreichische Rettungshundebrigade im Einsatz. Gegen Ende der Suchaktion konnte die vermisste Person gefunden und dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Einsatz endete gegen Mitternacht. Im Einsatz: • Feuerwehr Adenbruck • Feuerwehr Altschwendt • Feuerwehr Aschau • Feuerwehr Güttling • Feuerwehr Kallham (Drohne) • Feuerwehr Kimpling • Feuerwehr Krena • Feuerwehr Neumarkt im Hausruckkreis • Feuerwehr Riedau • Feuerwehr Sankt Willibald (EFU und Drohne) • Feuerwehr Zell an der Pram • Polizei • Rotes Kreuz • Österreichische Rettungshundebrigade